Hegeschau 2026
Hegeschau 2026 mit Jagdminister Hubert Aiwanger
Mit einem Bläsergruß der Jagdhornbläser unter Leitung von Dr. Konrad Schmalhofer wurde am Samstagnachmittag die Hegeschau 2026 der Kreisgruppe Mallersdorf im Gasthaus Hagn eröffnet. Vorsitzender Arthur Bauer begrüßte zahlreiche Jäger, Revierpächter und Vertreter der Jagdgenossenschaften sowie die Ehrengäste – allen voran Hubert Aiwanger, stellvertretender Ministerpräsident und Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.
Sein besonderer Gruß galt den anwesenden Ehrengästen: dem stellvertretenden Landrat Andreas Aichinger, den Bürgermeistern Herbert Lichtinger Stadt Geiselhöring, Christian Dobmeier Marktgemeinde Mallersdorf-Pfaffenberg und Maria Kick Gemeinde Laberweinting, den Landtagsabgeordneten Josef Zellmeier und Tobias Beck, der Kreisbäuerin Claudia Erndl sowie Axel Kuttner, Regierungsbezirksvorsitzender Niederbayerns im Bayerischen Jagdverband und Herrn Jochen Dieler Regierungsdirektor und Leiter der Obersten Jagdbehörde im Wirtschaftsministerium.
Ebenso anwesend waren die Nachbarkreisgruppen Straubing Stadt und Land, Bogen und Rottenburg mit Ihren 1.Vorsitzenden und Jagdberatern.
In ihren Grußworten betonten sie übereinstimmend die große Verantwortung der Jägerschaft für den Erhalt der Kulturlandschaft und der Artenvielfalt. Gleichzeitig ermutigten sie dazu, die Leidenschaft für Natur und Wild verantwortungsvoll zu leben.
„Leidenschaft ist, wenn man am Wochenende früher aufsteht als an den Arbeitstagen.“ betonte Herr Aichinger in seinem Grusswort
Auch wurde von Axel Kuttner dazu aufgerufen, ein realistisches Bild der Jagd in der Öffentlichkeit zu vermitteln und Fehldarstellungen aktiv entgegenzutreten.
Zustand der Reviere im Fokus
Im Mittelpunkt des Hauptreferats von Hubert Aiwanger stand das kürzlich verabschiedete neue Jagdgesetz. Er betonte die zentrale Rolle der Jagd für den Schutz von Wildbeständen und die Eindämmung von Tierseuchen. Ziel sei es, bedrohten Arten echte Überlebenschancen zu geben – nicht nur durch Einträge auf der Roten Liste.
Besonderes Augenmerk legte Aiwanger auf den Zustand der einzelnen Reviere. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Jägern und Waldbesitzern sowie regelmäßige gemeinsame Waldbegehungen seien entscheidend, um Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen. Präventive Maßnahmen seien dabei oft wirksamer als eine bloße Erhöhung der Abschusszahlen.
Das neue Jagdgesetz bringe weniger Bürokratie, mehr Eigenverantwortung und größere Handlungsspielräume. Gleichzeitig bleibe verantwortungsvolles Handeln oberstes Gebot.
Sein Fazit: Das neue Jagdgesetz biete große Chancen – diese gelte es nun zu nutzen.
Verabschiedung in den Ruhestand
Für Johann Lanzinger von der Unteren Jagdbehörde am Landratsamt Straubing-Bogen war es die letzte Teilnahme an einer Hegeschau der Kreisgruppe. Er zog eine positive Bilanz, lobte die zuverlässige Abgabe der digitalen Streckenlisten und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit über die vielen Jahre. Mit langanhaltendem Applaus wurde er in den Ruhestand verabschiedet. Sein Nachfolger Alexander Neumaier stellte sich im Anschluss vor.
Forstliches Gutachten bleibt bestehen
Klaus Stögbauer vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten betonte, dass das forstliche Gutachten weiterhin eine wichtige Grundlage bleibe. Angesichts der anhaltenden Borkenkäfergefahr appellierte er an Jäger und Waldbesitzer, Schäden frühzeitig zu erkennen und zu melden. Kritisch sah er insbesondere funktionslose Einzäunungen, die ein Sicherheitsrisiko darstellen und zeitnah entfernt werden müssen. Hier wird das AELF verstärkt den Fokus darauf haben, dass diese Zäune entfernt werden.
Seuchengefahr weiterhin präsent
Dr. Kitzinger vom Veterinäramt warnte eindringlich vor der Afrikanischen Schweinepest (ASP), deren Gefahrenzone nur noch rund 50 Kilometer vom Landkreisgebiet entfernt sei. Er rief zur strikten Einhaltung von Hygienemaßnahmen auf, insbesondere beim Umgang mit Jagdausrüstung und beim Betreten von Ställen. Auch die Geflügelpest bleibe ein Thema, weshalb weiterhin erhöhte Wachsamkeit erforderlich sei.
Rückblick Jagdjahr 2025
Regierungsjagdberater Dr. Konrad Schmalhofer stellte die Streckenzahlen des Jagdjahres 2025/2026 vor und wies auf den deutlichen Rückgang der Stockentenpopulation hin.
Als Ursache sei vor allem das stark zunehmende Auftreten ihrer Fressfeinde wie Fischotter und Rabenkrähen zu sehen. Dann legte er detailliert aufgeschlüsselt nach Wildarten seinen Bericht über die Jagdstrecke des Jahres 2025/2026 vor.
Zum Abschluss dankte Vorsitzender Arthur Bauer allen Ehrengästen für Ihr zahlreiches Kommen und allen Mitwirkenden und Helfern für das gute Gelingen der Hegeschau und verwies aufkommende Termine, darunter das Übungsschießen am 29. März in Bockenberg sowie den Landesjägertag am 24. und 25. April in Straubing.
Mit den Signalen der Jagdhornbläser klang die harmonische Hegeschau 2026 feierlich aus.