Kitzrettung

Rehkitzrettung aus der Luft: Engagement in der Region Mallersdorf-Geiselhöring

BJV-Kreisgruppe Mallersdorf rettet Rehkitze in der Setzzeit.

Wenn im Mai und Juni die Wiesen gemäht werden, beginnt für viele Rehkitze eine lebensgefährliche Zeit. Die Setzzeit fällt genau in die erste Mahd – bundesweit sterben dabei jedes Jahr schätzungsweise rund 100.000 Jungtiere durch Mähwerke. Auch in den Revieren der drei Hegegemeinschaften der Kreisgruppe Mallersdorf stellt dies Landwirte und Jäger vor große Herausforderungen.

Da Rehkitze in den ersten Lebenswochen keinen Fluchtinstinkt besitzen, drücken sie sich bei Gefahr ins hohe Gras und bleiben für Maschinen nahezu unsichtbar. Um die Tiere zu schützen, setzt die Kreisgruppe Mallersdorf des Bayerischen Jagdverbands seit Jahren moderne Drohnentechnik mit Wärmebildkamera ein. In den frühen Morgenstunden werden Wiesen systematisch abgesucht, wenn der Temperaturunterschied zwischen Tier und Umgebung am größten ist.

„Gerade in unserer ländlich geprägten Region mit vielen Wiesenflächen ist der Einsatz besonders sinnvoll“, erklärt Drohnenbeauftragter Martin Stadler. Entdeckte Kitze werden von Helfern vorsichtig gesichert und bis nach der Mahd in Sicherheit gebracht. Danach können sie problemlos von ihrer Mutter wiedergefunden werden. „Jedes gerettete Kitz ist ein Erfolg“, so Stadler.

Auch der Vorsitzende der Kreisgruppe Mallersdorf, Arthur Bauer, betont die Bedeutung des Engagements: „Unsere Mitglieder leisten einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Artenschutz direkt vor unserer Haustür. Wir reden nicht nur davon – wir leben ihn.“ Gleichzeitig appelliert er an Landwirte und Revierinhaber, Drohneneinsätze frühzeitig anzumelden.

Herr Martin Stadler
Tel. 0152 38850304

Mann steuert eine ferngesteuerte Drohne auf einer Landstraße neben einem Weizenfeld.