„Nicht nur Reden-Artenschutz findet draußen statt“

Stellungnahme zum Leserbrief „Vogel des Jahres“ noch zum Abschuss freigegeben

 

„Nicht nur Reden-Artenschutz findet draußen statt“

Immer wieder wird der Jägerschaft vorgeworfen, das Rebhuhn unterliege weiterhin dem Jagdrecht und habe eine gesetzliche Jagdzeit. Dieser Vorwurf klingt zunächst einleuchtend, verschweigt jedoch einen entscheidenden Punkt: Aufgrund des dramatischen Bestandsrückgangs werden seit vielen Jahren nur noch sehr wenige Rebhühner in ganz Bayern erlegt. Im Landkreis Straubing-Bogen inzwischen kein einziges mehr.

Gleichzeitig leisten Jägerinnen und Jäger seit Jahren einen ganz praktischen Beitrag zum Schutz des Rebhuhns. Sie kümmern sich um geeignete Lebensräume, unterstützen Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensbedingungen und betreiben intensive Prädatorenbejagung. Dafür investieren sie unzählige Stunden – freiwillig und vielfach unbemerkt von der Öffentlichkeit.

Artenschutz findet nicht auf Plakaten und bei Demonstrationen statt, sondern draußen in der Landschaft.

Natürlich muss darüber diskutiert werden, wie das Rebhuhn langfristig geschützt und sein Bestand wieder stabilisiert werden kann. Diese Diskussion sollte jedoch sachlich geführt werden und auch diejenigen einbeziehen, die sich bereits seit Jahren vor Ort für den Erhalt der Art engagieren.

Es ist leicht, über den Schutz bedrohter Arten zu sprechen. Schwieriger ist es, früh morgens draußen zu sein, Lebensräume zu pflegen, Maßnahmen umzusetzen und über Jahre hinweg Zeit, Arbeit und Geld zu investieren – ohne dafür große Anerkennung zu erwarten.

Wir Jägerinnen und Jäger beanspruchen nicht für uns, den alleinigen Schlüssel zum Erhalt des Rebhuhns zu besitzen. Aber wir wünschen uns, dass unser tatsächlicher Beitrag zum Artenschutz wahrgenommen und in der öffentlichen Diskussion berücksichtigt wird.

Denn wer wirklich etwas für das Rebhuhn erreichen will, sollte nicht nur darüber sprechen, was andere tun müssten. Er sollte auch sehen, wer bereits handelt.

Die Jägerschaft tut das – praktisch, freiwillig und mit persönlichem Einsatz. Nicht nur heute und nicht nur für eine Schlagzeile, sondern mit dem Ziel, dass das Rebhuhn auch für kommende Generationen Teil unserer Kulturlandschaft bleibt.

 

Arthur Bauer

1.Vorsitzender der BJV Kreisgruppe Mallersdorf

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Jagd ist aktiver Tier-und Naturschutz